Die Geburtsstunde unserer Gewerkschaft

Die Geburtsstunde von younion _ Die Daseinsgewerkschaft ist der 20. November 2015. Am Bundeskongress wurde die Umbenennung von der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten – Kunst, Medien, Sport, freie Berufe (GdG-KMSfB) in younion beschlossen. Doch die Wurzeln der Gewerkschaft reichen bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück.

Eine Zeitreise vom 19. ins 21. Jahrhundert

1869 gründeten die Wiener Verkehrsbediensteten ihren „Fachverband der Kondukteure und Kutscher“. Da zu dieser Zeit gewerkschaftliche Aktivitäten eigentlich noch verboten waren dauerte es auch nur wenige Jahre, bis der Fachverband 1872 unter dem Druck der Regierung aufgelöst wurde. Erst 20 Jahre später konnten sich die Wiener Verkehrsarbeiter wieder gewerkschaftlich organisieren. Auch der Berufsgruppe der Wiener Gasarbeiter gelang es noch vor der Jahrhundertwende eine Gewerkschaft zu gründen.

Mitgliederzahlen stiegen rasch

Nach Kriegsende im Juni 1918 legte Hermann Schulz, Klubobmann der Wiener Steuerbeamten, den Grundstein für den Aufbau einer echten gewerkschaftlichen Vertretung der Wiener Gemeindeangestellten, die nach den Februarkämpfen 1934 verboten wurde. Nach dem 2. Weltkrieg gründet sich die Gewerkschaft wieder neu: Am 30. April 1945 wird die Gründung des ÖGB bewilligt, einen Monat später stimmt der ÖGB der Gründung einer eigenen Gewerkschaft der Gemeindeangestellten zu. Die Mitgliederzahlen stiegen rasch: Bereits Ende 1946, als der ÖGB insgesamt etwa 924.000 Mitglieder zählte, gehörten der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG) über 82.000 Bedienstete in ganz Österreich an. Zur Zeit des ersten Gemeindebediensteten-Gewerkschaftstags Ende 1947 waren es schon fast 98.000 Dienstnehmer.

Länderstruktur ab 1958

Innerhalb der GdG war der Aufbau des regionalen Organisationssystems 1958 abgeschlossen, als die bis dahin organisatorisch mit Niederösterreich verbundenen burgenländischen Gemeindebediensteten eine eigene Landesgruppe bildeten. Neben den Wiener Hauptgruppen waren es nun acht Landesgruppen, deren Delegierte die Grundsatzbeschlüsse für die Arbeit der Gewerkschaft auf den Gewerkschaftstagen fassten.

Frauen- und Jugendabteilung ab 1979

Um eine bessere Betreuung der Frauen und Jugendlichen und eine stärkere Vertretung ihrer Interessen zu ermöglichen, beschloss der 9. Gewerkschaftstag 1979, eine Frauenabteilung und eine Jugendabteilung einzurichten. VertreterInnen beider Abteilungen gehören seitdem dem Zentralvorstand als stimmberechtigte Mitglieder an.

Die Fusion 2009

Durch die Fusion 2009 entstand die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten – Kunst, Medien, Sport, freie Berufe (GdG-KMSfB), als sich die GdG mit der Künstlergewerkschaft zusammenschloss. Der Name hielt allerdings nicht allzu lange: 2015 wurde die GdG-KMSfB schließlich in younion _ Die Daseinsgewerkschaft umbenannt.

Hauptgruppe II – Krankenanstaltenverbund

Wir sind da, wo Sie uns brauchen.

Unser Motto: „Stärke, Einsatz und Erfahrung für soziale Gerechtigkeit.“

Susanne Jonak, die Vorsitzende der GdG – Hauptgruppe II, und ihr Team vertreten derzeit ca. 30.000 younion-Mitglieder in der Unternehmung KAV. Als Hauptgruppe mit dem größten Anteil an younion-Mitgliedern vertreten wir alle Berufsgruppen im Gesundheitsbereich, und das sind über 100.

Die Aufgaben des Teams in der Hauptgruppe II sind vielfältig: Budgetvorgaben bewerten, Wirtschaftspläne lesen, Controllingdaten interpretieren, die Auswirkungen neuer Managementkonzepte prüfen, Stellungnahmen und Einsprüche verfassen, rechtliche Rahmenbedingungen erörtern sowie das Begutachten von neuen Gesetzesvorlagen und Erlässen sind wichtige Vorarbeiten für erfolgreiche Verhandlungen mit der Dienstgeberin.

Weitaus beliebter als die Schreibtischarbeit ist bei unseren ExpertInnen der Kontakt mit der Belegschaft, also der direkte Einsatz für unsere Mitglieder. Beratungen in Dienst-, Pensions-, Besoldungsrechtlichen oder berufsspezifischen Fragen nehmen dabei einen großen Umfang ein, ob am Telefon, per Email oder bei einen persönlichen Gespräch in der Hauptgruppe II.

In Besprechungen mit den KollegInnen der Dienststellen- und Personalgruppenausschüsse erfolgt ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch als Grundlage für die Festlegung von gewerkschaftlichen Strategien. Durch Betriebsbesuche vor Ort und die Teilnahme bei diversen Versammlungen erfahren wir zudem die Anliegen unserer KollegInnen „hautnah“. Einladungen zu Benefizveranstaltungen, Bällen und Feierlichkeiten der Dienststellen nehmen wir gerne an. Das gibt uns zusätzlich die Möglichkeit, in entspannter Atmosphäre mit Ihnen in Dialog zu treten – geschieht jedoch in unserer Freizeit und ist ebenfalls selbstverständlicher Teil unserer Arbeit.